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Wie viel kostet Augenlasern in Österreich?

Augenlasern macht es möglich die Hornhaut des Auges so zu umformen, dass Fehlsichtigkeiten wie Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmungen dauerhaft korrigiert werden können. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, fragt sich schnell, was das eigentlich kostet. Die Kosten hängen dabei von mehreren Faktoren ab.

Die gängigen Laser-Methoden im Überblick

Bevor man über Kosten spricht, lohnt es sich, die wichtigsten Behandlungsmethoden zu kennen. Die mit Abstand bekannteste Variante ist die LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis), bei der eine dünne Hornhautlamelle aufgeklappt und der darunter liegende Bereich mit dem Laser behandelt wird. Eine Weiterentwicklung davon ist die Femto-LASIK, bei der das Aufklappen der Hornhautlamelle statt mit einem mechanischen Messer mit einem hochpräzisen Femtosekundenlaser erfolgt, was als sicherer und schonender gilt.

Eine Alternative für Patienten mit dünnerer Hornhaut ist die LASEK bzw. PRK (Photorefraktive Keratektomie), bei der die Hornhautoberfläche direkt behandelt wird. Die Heilungszeit ist hier etwas länger, das Verfahren kommt aber ohne das Aufklappen einer Lamelle aus. Schließlich gibt es noch die vergleichsweise neue SMILE-Methode (Small Incision Lenticule Extraction), bei der ausschließlich mit einem Femtosekundenlaser gearbeitet wird und nur ein winziger Schnitt nötig ist. Diese Methode ist eine besonders minimalinvasive Option mit kurzer Erholungszeit. Welche Methode am besten geeignet ist, hängt von der individuellen Anatomie des Auges und dem Ausmaß der Fehlsichtigkeit ab und wird in einer Voruntersuchung festgelegt.

Augen lasern

Kostenübersicht beim Augenlasern

Die Preise für Augenlasern in Österreich variieren je nach Methode erheblich. Für eine Standard-LASIK beginnen die Preise bei rund 1.200-2.500 € pro Auge, also etwa 2.400-5.000 € für beide Augen. Die modernere Femto-LASIK kostet meist zwischen 1.400 und 2.500 € pro Auge, was für beide Augen einen Gesamtpreis von 2.800 bis 5.000 € ergibt. SMILE liegt in der Preisklasse zwischen 2.000 und 2.800 € pro Auge. LASEK und PRK bewegen sich im Bereich von 1.000 bis 1.800 € pro Auge.

Diese Zahlen sind jedoch als Richtwerte zu verstehen. In der Praxis können die tatsächlichen Kosten je nach Klinik und individuellen Faktoren deutlich nach oben oder unten abweichen.

Was ist im Preis enthalten?

Gerade beim Vergleich von Angeboten verschiedener Kliniken ist es wichtig, genau hinzuschauen, was im Preis tatsächlich enthalten ist. Viele Kliniken werben mit einem Pauschalpreis, der Voruntersuchung, den eigentlichen Eingriff und eine Nachsorge umfasst. Medikamente wie Augentropfen, zusätzliche Kontrolltermine oder eine eventuelle Nachbehandlung bei unzureichendem Ergebnis sind jedoch nicht immer inklusive. Wer ausschließlich auf den Grundpreis schaut, kann daher böse Überraschungen erleben. Es empfiehlt sich, vor der Entscheidung genau nachzufragen, welche Leistungen im angebotenen Preis enthalten sind und was separat berechnet wird.

Faktoren, die den Preis beeinflussen

Der Endpreis für eine Augenlaserbehandlung wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Eine wichtige Rolle spielt der Standort der Klinik. In Wien sind die Preise tendenziell höher als in anderen Bundesländern, was sowohl mit den höheren Betriebskosten als auch mit der größeren Nachfrage zusammenhängt. Daneben ist die Erfahrung des Operateurs entscheidend. Ein renommierter Spezialist mit langjähriger Erfahrung verlangt in der Regel mehr als ein weniger bekanntes Zentrum. Auch die eingesetzte Technologie schlägt sich im Preis nieder. Modernere Geräte der neuesten Generation sind teurer in der Anschaffung und Wartung, bieten aber oft höhere Präzision und bessere Ergebnisse.

Nicht zuletzt beeinflusst die individuelle Situation des Patienten den Preis. Je stärker die Fehlsichtigkeit und je anspruchsvoller die Hornhautgeometrie, desto aufwändiger ist die Behandlung.

Krankenkasse und Kostenerstattung

Eine häufige Hoffnung vieler Interessenten ist, dass die Krankenkasse zumindest einen Teil der Kosten übernimmt. In Österreich gilt Augenlasern grundsätzlich als freiwilliger Eingriff und damit nicht als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten müssen in aller Regel vollständig selbst getragen werden. Ausnahmen existieren nur in sehr seltenen Fällen, etwa wenn eine medizinische Notwendigkeit nachgewiesen werden kann und eine Korrektur mit Brille oder Kontaktlinsen nicht möglich oder zumutbar ist.

Wer eine private Krankenversicherung besitzt, sollte unbedingt prüfen, ob und in welchem Umfang die Police Augenlasern abdeckt. Manche Tarife erstatten einen Teil der Kosten, andere schließen ästhetische oder refraktive Eingriffe ausdrücklich aus. Schließlich besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, die Kosten als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abzusetzen. Im Einzelfall sollte das mit einem Steuerberater abgeklärt werden.

Finanzierungsmöglichkeiten

Da Augenlasern eine erhebliche Einmalausgabe darstellt, bieten viele Kliniken flexible Finanzierungsoptionen an. Ratenzahlungen sind weit verbreitet und ermöglichen es, die Kosten auf mehrere Monate oder sogar Jahre aufzuteilen. Darüber hinaus können Kredite über Banken oder spezialisierte Finanzierungsanbieter eine Option sein. Wer regelmäßig in ein Gesundheitssparkonto einzahlt oder von Bonusprogrammen der Krankenversicherung profitiert, kann auch diese Mittel nutzen, um die Belastung zu reduzieren.

Klinikvergleich in Österreich

In Österreich gibt es eine Reihe etablierter Augenlaserzentren. Beim Vergleich sollte man nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die Transparenz der Preisgestaltung, die Qualifikation der Ärzte, die eingesetzten Geräte und die Erfahrungsberichte anderer Patienten. Besondere Vorsicht ist bei ungewöhnlich günstigen Angeboten geboten. Ein deutlich niedrigerer Preis kann auf ältere Technologie, weniger erfahrene Operateure oder versteckte Zusatzkosten hinweisen. Bei einem Eingriff am Auge sollte die Qualität stets Vorrang vor dem Sparen haben.

Lohnt sich Augenlasern finanziell?

Ein häufiges Argument für Augenlasern ist die langfristige Kostenersparnis. Wer über viele Jahre Brillen und Kontaktlinsen kauft, gibt dafür oft mehr aus, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Rechnet man Brillengestell, Gläser, Pflegemittel, Kontaktlinsen und regelmäßige Sehtests zusammen, kommen schnell mehrere Hundert Euro pro Jahr zusammen. Nach einer Augenlaserbehandlung entfällt dieser laufende Aufwand weitgehend. Je nach jährlichen Ausgaben für Sehhilfen kann sich der Eingriff innerhalb von fünf bis zehn Jahren finanziell amortisieren.

Neben dem rein monetären Aspekt sprechen viele Patienten vor allem vom enormen Gewinn an Lebensqualität: kein Brillenputzen mehr, keine beschlagenen Gläser in der Kälte, kein lästiges Einsetzen von Kontaktlinsen und rund um die Uhr klare Sicht.

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